Archive for Dezember 2012

Hatte der hl. Stephanus drei Arme? – Zur Verehrung des Heiligen in Rom

31. Dezember 2012

Gerhard Ucka untersucht widersprüchliche Traditionen in der Verehrung des hl. Stephanus – besonders in Rom. Er kommt zu dem Schluss, dass die vielen Ungereimtheiten der Verehrung des Erzmärtyrers Stephanus in unserer Zeit keinen Abbruch tun.

Zum „Angelus“ am 26. Dezember 2012 hob der Heilige Vater kurz die Bedeutung des hl. Stephanus als ersten Märtyrer der jungen Kirche hervor.Bei einer Wiedergabe der Predigt ergänzte „Zenit“ die Aussagen durch die Betonung des Heiligen in und für Rom, die mich sehr verwunderten.Insbesondere weckten die Aussagen, seine Gebeine seien in San Lorenzo fuori le mura neben dem hl. Laurentius zu finden und beide seien die Stadtpatrone von Rom, mein Interesse.Eigentlich glaubte ich, ein relativ guter Kenner der Stadt Rom zu sein. Aber davon hatte ich bis dahin nichts gehört. Ich war auch um so erstaunter, da ich mit einer kleinen interessierten Gruppe im Sommer diesen Jahres – im Unterschied zu sonstigen Gepflogenheiten in San Lorenzo – lange nach der letzten Beerdigung in der Kirche bleiben durfte und somit Zeit zu Erkundungen hatte und dabei von den genannten Gedanken nichts bemerkt hatte.

 

1.Zur Frühgeschichte der Verehrung bis zur Aufbewahrung in der Zionskirche in Jerusalem 415

hl Giovanni Baglionoi Stephanus Perugia

 

der hl.Stephanus

Steine, Buch, Palme Giovanni Baglionoi:hl.Stephanus

Altarbild im Dom von Perugia

 

Stephanus lebte in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Christus. Er war der erste von sieben Diakonen in der frühchristlichen Gemeinde Jerusalems. In der Apostelgeschichte wird der Heilige als Mann voll Gnade und Kraft und voll des Heiligen Geistes beschrieben, der große Wunder in seinem Volk vollbrachte (Apg 6,8). Aufgrund von Auseinandersetzungen eskalierte die Situation, und er wurde beim Hohen Rat der Juden angeklagt. In seiner flammenden Verteidigungsrede bekannte er sich zum christlichen Glauben. Als er am Ende seiner Rede von seiner Vision berichtete, dass er Jesus zur Rechten Gottes sehe, brachte er die Menge gegen sich auf. Er wurde vor die Stadttore gebracht und gesteinigt. Ausdrücklich betont die Apostelgeschichte, dass ein gewisser Saulus auf Seiten der Ankläger dabei war. Der Überlieferung nach wurde Stephanus von Nikodemus und Gamaliel, beide Mitglied des Hohen Rates, begraben.Danach versinkt die Geschichte im Legendären.

Weiterhin legendär, aber deutlicher wird es im Jahr 415.Einem Priester namens Lucianus soll im Traum ein würdiger Greis erschienen sein. Er hatte einen langen weißen Bart und trug liturgische Kleidung. Mit einem goldenen Stock klopfte er dreimal an die Schulter des Lucianus, nannte ihn beim Namen und gab sich als Gamaliel zu erkennen.Er eröffnete ihm, dass er, sein Gefährte Nikodemus und dessen Sohn sowie Stephanus unter unwürdigen Umständen begraben seien. Er solle für Abhilfe sorgen und die Gebeine aus den verwahrlosten Gräbern überführen.

Sie seien an vier Körben zu erkennen : an einem goldenen Korb mit roten Rosen das Grab des Stephanus, an zwei weiteren goldenen Körben mit weißen Rosen die Gräber des Nikodemus und des Gamaliel, an einem silbernen Korb mit Safran schließlich das Grab von Gamaliels Sohn. Lucianus und die Bischöfe von Jerusalem fanden die Gräber und bestatteten Stephanus in der Zionskirche von Jerusalem.Das war also im Jahr 415, und zwar am 26. Dezember.

Vor der Bestattung der Reliquien sollen Teile dem Priester Lucianus und dessen Freunden überlassen worden sein.Nach dem Aufenthalt in der Zionskirche in Jerusalem wurden die Gebeine für eine kurze Zeit in der neu errichteten Stephanuskirche in Jerusalm aufbewahrt.

 

2. Verbreitung in Europa

Wegen der großen Wundertätigkeit der Reliquien – besonders durch Berührungen – traten diese Teile schnell eine Verbreitung in ganz Europa an. Die Kreuzfahrer sorgten schließlich für eine endgültige Verbreitung der Verehrung der Reliquien.

Zentren waren zuerst Süd- undMittelitalien, dann bis hin zu den Balearen, aber auch schließlich Norditalien .In Venedig soll einer Überlieferung nach in der Kirche Santo Stefano sogar der ganze Leichnam des hl. Stephanus aufbewahrt werden.In Frankreich gibt es viele Orte der Verehrung. In Deutschland sind Mainz, Passau und Halberstadt besonders zu nennen (in unserer Gegend auch Beckum).Eine bevorzugte Verehrung erfährt der hl. Stephanus natürlich in Wien und in Ungarn.

 

3. Überführung nach Konstantinopel

Eine weitere Station auf dem Weg der Gebeine des hl. Stephanus ist Konstantinopel, die Hauptstadt des oströmischen Reiches. Dass die Reliquien für einige Zeit dort waren, ist wohl unstrittig.Warum und wie sie dorthin kamen, ist aber ziemlich unklar. Zuerst ist wohl eine Legende zur Hilfe heranzuziehen.Sie erzählt, dass ein Senator aus Konstantinopel nach seinem Tod neben dem hl.Stephanus beigesetzt werden wollte. Als er in Jerusalem starb und seine Frau seinen Sarg mit nach Konstantinopel nehmen wollte, wurde der Sarg vertauscht. Sie nahm den hl. Stephanus mit. So soll er nach Konstantinopel gekommen und in einer Kirche beigesetzt worden sein.Trotz mehrerer Ansätze ist es mir nicht gelungen, den Namen der Kirche herauszufinden.

Der Heilige hatte beim Volk als Wundertäter und bei großen Theologen ( Irenäus von Lyon, Tertullian und Augustinus) als Märtyrer und als Bezeuger der Tugend des Verzeihens einen so großen Ruf, dass eine solche „Nacht-und-Nebel-Translation“ kaum zu verstehen wäre.

Hintergründe könnten staats- und religionspolitische Überlegungen des oströmischen Kaiserhauses sein. Nach Hugo Brandenburg (Rom.Santo Stefano Rotondo.Schnell und Steiner.2010) war „offenbar die Verehrung des Protomartyrs Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers, ein besonderes Anliegen des theodosianischen Kaiserhauses“. Dafür sprechen auch Schilderungen über Darstellung in der Kunst über die Ankunft der Reliquien in Konstantinopel: Kaiser Theodosius II. empfängt die Reliquien mit offenen Armen vor der Stadt .Dann spräche alles für eine offizielle Translation.Denkt man aber an andere Translationsberichte: da wimmelt es vor Wunderberichten auf dem Weg.Und hier gar nichts?! Fragen bleiben.

Etwas kühner ist meine zweite Theorie:Die Kaiserin Eudokia hatte in Jerusalem die erste Stephanus-Kirche im Reich errichten lassen.In Konstantinopel gab es offensichtlich Gerüchte, dass sie es mit der ehelichen Treue nicht so genau nehme. Hat man dann vielleicht ihren Lieblingsheiligen für sie als Bestrafung nach Konstantinopel geschafft, um ihn dann dort gebührend gläubig und staatsmännisch zu empfangen?! – o tempora, o mores!

 

4. Übertragung der Reliquien nach Rom

41. Legenden und Datierungen

Schon das Datum der Übertragung der Reliquien ist umstritten. In vielen, eher volkstümlichen Darstellungen wird das Jahr 425 gewählt.Eine Legende berichtet, dass Eudoxia, die Tochter des Kaisers Theodosius II. , schwer von Dämonen besessen gewesen sei. Diese hätten ihr mitgeteilt, dass nur der hl. Stephanus sie heilen könne. Ihr Vater ließ Eudoxia nach Konstantinopel kommen, dort habe der böse Geist die Überführung der Gebeine des Stephanus nach Rom gefordert. Das sei 425 ausgeführt worden, worauf ihre Heilung erfolgte.
Eine Variante findet diese Legende in einer Deutung der Malerei über die Stephanus-Legende in der Vorhalle von San Lorenzo fuori le mura. Der Kaiser habe die Gebeine des hl. Stefanus nach Rom in die Kirche San Lorenzo beordert, damit seine kranke Tochter dort durch Berührung des Heiligen geheilt würde. So sei es dann auch geschehen. Unmittelbar nach der Berührung sei Eudoxia geheilt worden.(Tatsächlich überlebte Eudoxia als einzige von drei Töchtern des Kaisers).

 

Neben dieser legendenhaften Darstellung, die das Jahr 425 zugrunde legt, gibt es eine weitere, die die Übertragung der Reliquien nach Rom in das Jahr 585 legt. Papst Pelagius II. habe die Übertragung der Reliquien von Konstantinopel nach Rom durchführen lassen. Sie seien in der Kirche San Lorenzo neben dem hl. Laurentius beigesetzt.

Die frühe Datierung ( 425) der Übertragung der Reliquien von Konstantinopel nach Rom ist auszuschließen.Da waren die Gebeine wahrscheinlich noch in Jerusalem ( Bau der Stephanus-Kirche : 438.Allerdings müssen die Gebeine nicht unbedingt in der Kirche begraben worden sein. Sie könnte nur zu Ehren des hl. Stephanus erichtet worden sein.).Das Jahr 585 ist wahrscheinlicher, da auch besser belegt. Die Gründe sind aber nicht eindeutig.

Zwischen Rom und Konstantinopel hatte es während des Pontifikats von Papst Pelagius II. sowohl „außenpolitische“ als auch „kirchenpolitische“ Reibungsflächen gegeben.Möglicherweise dienten am nahen Ende des Pontifikates des Papstes die Überlassung bedeutender Reliquien als Friedensangebot oder als Grundlage gegenseitiger Unterstützung gegen innere oder äußere Feinde . (Als ein möglicher Vergleichspunkt erscheint mir die spätere Überlassung des Pantheon an die römische Kirche durch den oströmischen Kaiser Phokas). Eindeutig erklärbar ist der Schritt nicht. Es sei denn, rein religiöse Gründe hätten eine Rolle gespielt.

42. Santo Stefano Rotondo

Es steht fest, dass es in Rom schon länger eine große Stephanus-Verehrung gab.Die erste große Stephanus-Kirche in Rom ist die

großartige Kirche Santo Stefano Rotondo auf dem Celio.Sie wurde in den 60er Jahren des 5. Jahrhunderts erbaut.

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Hier ist jetzt nicht der Ort, über den Aufbau und die Einrichtung der Kirche zu berichten. Soviel soll aber aktuell mitgeteilt werden: nach vielen Jahren des Umbaus und der daraus entstandenen Einschränkungen ist die Kirche jetzt wieder voll nutzbar. Es gibt geregelte Öffnungszeiten für Gottesdienste und Besichtigungen.Titelträger der Kirche ist der jetzt emeritierte Münchener Kardinal Wetter, der sich mit großem Einsatz für die Wiederherstellung der bedeutensten Kirche zu Ehren des hl. Stephanus eingesetzt hat.

Seinem Weihnachtsgruß 2012 ist die Erleichterung und Dankbarkeit, aber auch sein Engagement für die kirchliche Nutzung anzumerken.

 

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43. Reliquienverehrung in verschiedenen römischen Kirchen im 18. Jahrhundert

Besonders für das 18. Jahrhundert lässt sich in Rom eine besondere Verehrung von einzelnen Körperteilen des Heiligen erkennen.

Ein bedeutendes Teil soll der Kopf des Heiligen in Sankt Paul vor den Mauern gewesen sein.In den bekannten genauen Kirchenführern findet man heute nichts über diese Praxis. In Sankt Paul gibt es allerdings eine Stephanus-Kapelle.

 

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St. Paul vor den Mauern

Für noch größere Irritationen sorgen Hinweise, dass in drei verschiedenen römischen Kirchen jeweils ein Arm des Heiligen verehrt wurde: in Sant‘ Ivo alla Sapienzia ( die schöne Borromini-Kirche zwischen dem Pantheon und der Piazza Navona), in San Luigi dei Francesi (die französische Nationalkirche in unmittelbarer Nähe zum Palazzo Madama) und in Santa Cecilia in Trastevere ( hinter der Tiberinsel).Offen bleibt die Frage, ob der Arm des Heiligen, für den in Konstantinopel eigens eine große Kapelle gebaut worden ist, mit nach Rom gekommen ist oder ob es vielleicht sogar vier verehrte Arme gab.

 

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Sant‘ Ivo alla Sapienzia

 

santa cecilia in trastevere rome

Santa Cecilia in Trastevere

Die Verehrung von Heiligen in Form von Reliquien hat es in irgendeiner Art immer gegeben.In Rom hat sich das wegen der großen Anzahl von Heiligen schon sehr bemerkbar gemacht.Dazu kamen die vielen Gebeine aus den Katakomben, die man fast grundsätzlich als Reliquien von Märtyrern betrachtete.

 

44. Der hl. Stephanus in San Lorenzo fuori le mura

Die große Kirche ist dem heiligen Märtyrer Laurentius geweiht und in verschiedenen Etappen ausgeweitet worden. Der hl. Laurentius war ein überaus beliebter und sehr verehrter Heiliger – nicht nur in Rom. Hier soll es aber bis zu 38 Lorenzo-Kirchen gegeben haben. Abgebildet ist er immer mit einem grillmäßigen Rost, auf dem er sein Martyrium erlitten hat.

Den unterschiedlichen Traditionen der Übertragung der Reliquien des hl. Stephanus ist gemeinsam, dass die Reliquien in die Kirche San Lorenzo gelegt wurden.Für eine nette Legende halte ich die kurze Überlieferung, dass der hl. Laurentius in seinem Grab unter dem Altar nobel zur Seite gerückt sei, als der von ihm zu seinen Lebzeiten verehrte heilige Stephanus neben ihn gelegt wurde.

Man kann davon ausgehen, dass der hl. Stephanus in enger Beziehung zu der Kirche San Lorenzo gestanden hat. In der( !) Portikus( Vorhalle) befinden sich auf je einer Seitenwand Fresken mit Bildern aus dem Leben der Heiligen. Das habe ich aus der Literatur erfahren. Ich bin unachtsam daran vorbeigegangen, da ich von der Stephanus-Tradition nichts gewusst hatte.

 

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San Lorenzo fuori le mura

 

Als ein wichtiger Hinweis wird das Apsimosaik in der Kirche gedeutet. Da wir Zeit hatten, uns in Ruhe die Kirche zu besehen, konnte ich das Mosaik sogar genau fotografieren, ohne zu dem Zeitpunkt zu wissen, dass es sich bei diesem eigentlich einfachen Mosaik um eine besondere Erkenntnisquelle zur Stephanus-Verehrung in Rom handelt.

 

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Dieses Foto zeigt die Umgebung des Mosaiks. Die Lichtverhältnisse lassen das Gesamtwerk recht gut erkennen. In der Zoom-Aufnahme werden einige wichtige Inhalte doch deutlich.

 

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Auf dem Mosaik ist der wiederkommende Christus zu sehen. Beleitet wird er von Petrus und Paulus. Links von Petrus der hl. Laurentius, rechts von Paulus der hl. Stephanus. Neben Laurentius steht der hl.Hippolyt, neben Stephanus der Bischof Pelagius.

Der Aufbau erscheint sinnvoll: neben Petrus, dem Leiter der römischen Gemeinde, steht der römische Diakon und Märtyrer Laurentius. In der Kirche sollen sich auch Reliqien des hl. Hippolyt befinden.

Die Nähe des hl. Stephanus zu Paulus ist sicher in dem Bericht in der Apostelgeschichte zu finden, in dem die Teilnahme des Saulus bei der Steinigung des Stephanus hervorgehoben wurde.

Es ist in dem Mosaik zu erkennen, dass Laurentius und Stephanus von der römischen Kirche als gleichrangige Vertreter und Verfechter des christlichen Glaubens angesehen werden. Sie werden als gleichrangige Stadtpatrone betrachtet. Das ist hier nicht zu erkennen, aber nach mehreren Berichten als solche bezeugt.

Dass aber heutzutage eine gleichrangige Verehrung der beiden Märtyrer in der Kirche geübt wird, ist m.E. nicht feststellbar. Eindeutig im Vordergrund (ich wage nicht zu sagen, dass es ausschließlich der Fall ist) steht die Verehrung des hl. Laurentius. So steht mitten auf dem Altar ein Gebetsblatt, das sich ausschließlich an den hl. Laurentius wendet.

 

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5.Fazit:

Aus all dem möchte ich schließen, dass es über einen längeren Zeitraum eine gemeinsame Verehrung der beiden Märtyrer Laurentius und Stephanus in der Kirche San Lorenzo gegeben hat, dass diese aber in Vergessenheit geraten ist. Wo sich die Reliquien oder das, was davon noch da ist, befinden, ist unklar.Vielleicht sind sie tatsächlich noch in San Lorenzo. Die Literatur dazu ist nicht einhellig.

Der besonderen Hochschätzung des Erzmärtyrers Stephanus in der Kirche und bei den Gläubigen tut das keinen Abbruch! Sein Beispiel ist heute notwendiger denn je!

Papst Benedikt XVI. hob in seiner kurzen Ansprache am 26.12. 2012 für unsere Zeit hervor:

“ Schließlich ist der heilige Stephanus ein Beispiel für alle, die sich in den Dienst der Neuevangelisierung stellen möchten“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Papst Paul VI. ist jetzt Venerabile wie Carla Ronci

21. Dezember 2012

Heute, 20.12.2012, ist durch Papst Benedikt XVI. in einem Dekret der „hohe Tugendgrad“ von Papst Paul VI. veröffentlicht worden.

 

In einer Mitteilung von Radio Vatikan ist folgende Veröffentlichung zu vermerken:

 

Home > Vatikanische Dokumente > Artikel von 2012-12-20 13:34:53

 

Paul VI. auf dem Weg zur Seligsprechung

Papst Paul VI., geboren als Giovanni Battista Montini, ist einen Schritt weiter auf dem Weg zu seiner Seligsprechung. Papst Benedikt XVI. unterschrieb an diesem Donnerstag ein Dekret, mit dem er den so genannten „heroischen Tugendgrad“ seines Vorgängers anerkannte. Die Kirche drückt damit aus, dass der Betreffende die christlichen Tugenden in vorbildlicher Weise gelebt habe. Damit ist das Verfahren zur Seligsprechung zunächst abgeschlossen, es fehlt nur noch die Anerkennung eines Wunders, das auf die Fürsprache Pauls VI. hin erfolgt ist.

Montini wurde am 26. September 1897 in Brescia in Norditalien geboren. Nach Jahrzehnten des Dienstes in der vatikanischen Kurie, zuletzt als Substitut für Papst Pius XII., wurde er Erzbischof von Mailand. Als Nachfolger von Johannes XXIII. wurde er 1963 zum Papst gewählt, ihm oblag die Durchführung und Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils, vielen Theologen gilt er deswegen als der eigentliche Konzilspapst. Er begann 1964 die Ära der reisenden Päpste und verantwortete mit der Erarbeitung des neuen Kodex des Kirchenrechtes, des Messbuches und der Vatikanverwaltung viele konkrete Umsetzungen des Konzils. Paul VI. starb am 6. August 1978 in Castelgandolfo. Josef Ratzinger – damals Erzbischof von München und Freising – war unter den letzten, die Paul VI. vor seinem Tod noch zu Kardinälen erhob.

Insgesamt unterschrieb Benedikt XVI. bei einer Audienz für den Leiter der Seligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, 24 Dekrete. Dreizehn davon betreffen Wunder, weitere zehn stellen den so genannten heroischen Tugendgrad fest und eines bestätigt ein Martyrium.

(rv 20.12.2012 ord)

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Papst Paul VI. im Petersdom im April 1971 auf der „sedia gestatoria“ (Tragesessel) –

aufgenommen bei meiner ersen Rom-Fahrt!

 

Somit ist Papst Paul VI. „Venerabile“ – so wie Carla Ronci. Bei Carla wurde der „hohe Tugendgrad“ 1997 durch ein Dekret von

Papst Johannes Paul II. festgestellt. Linda Menniger,M.A. , und ich haben dieses Dekret vor wenigen Wochen übersetzt und in meiner

Website unter www.circolocariano.de veröffentlicht!

 

Auch die Venerabile Carla Ronci ist „auf dem Weg der Seligsprechung“! Auch hier ist der Nachweis eines Wunders Voraussetzung.

Viele Verehrer Carla Roncis beten für eine baldige Seligsprechung!

 

Carla Ronci Vespa1

 

Carla Ronci und San Francesco

14. Dezember 2012

Bei einem bewussten, aber nicht systematischen Durchgang durch das „Diario“ ( Tagebuch) von Carla Ronci bin ich unter dem Datum des 28.7. 1958 auf einen Satz gestoßen, der mein größtes Aufsehen erregte. Verband er doch eine nachhaltige Erinnerung an den Tag der Ausstellungseröffnung über die Venerabile Carla Ronci am 6.6.2009 in Loreto mit einigen Erlebnissen in Assisi.

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Carla Ronci ( Bild)

Zu den Carla-Ronci-Bildern ( auch in Zukunft):Don Fausto Lanfranchi ( Rimini) hat mir eine CD übergeben, auf der sehr viele Fotos in guter Qualität enthalten sind.Weitere Bilder aus verschiedenen Büchern sind von Erwin Telkemeier druckfähig gemacht worden.

Carla Ronci schreibt also im Diario vom 28.7.1958:

 

Cosa vuoi da me, Signore?

Quando saprò, con sicurezza, dove vuoi che Ti serva?

 

Was willst Du von mir, Herr?

Wenn ich es dann mit Sicherheit weiß, wo willst Du dann, dass ich Dir diene?

 

Solche Fragen haben ja immer wieder Menschen gestellt, die ihrem Leben wieder einen Sinn oder vertieften Sinn geben und sich bei der Suche auf ein persönliches Verhältnis mit Gott einlassen wollen. .Die meisten von uns werden Antworten nicht in großen Visionen und wunderbaren Erscheinungen erhalten. Vor solchen Erwartungen hat schon der berühmte geistliche Lehrer Franz von Sales gewarnt.

Die Frage selbst ist schon ein Anfang, eine Antwort Gottes wahrzunehmen : in konkreten Situationen, auch in plötzlicher Eingebung. Zumeist aber in der abwartenden Stille. Neben diesen traditionellen Hinweisen kommt seit einigen Jahren auch der ganze Bereich aller unserer Sinne hinzu: das bewusste Sehen oder auch mal Nichtsehen, das Hören in unterschiedlicher Klangfarbe oder Lautstärke. Die Bewegung, vor allem das Gehen (bewusst einmal ganz langsam gehen oder einfach stehenbleiben und allmählich feststellen, welche Rolle man selbst in dieser kleinen Umwelt spielt – oft keine. Das ist ganz hilfreich!).Und sehen Sie beim Gehen (auch beim Autofahren bei rot an der Ampel) einfach Menschen an und lächeln Sie einfach mal. Der sture Geradeaus-Blick – nee, der passt nicht. Da wird die Seele so im Körper eingequetscht!

Und so wird dann auch die eine oder andere Antenne für Gottes Anruf oder Antwort ausgefahren. Ich habe noch die Mahnung eines Bekannten im Ohr, ich soll bei meinem Smartphone nicht immer alle Antennen ausfahren, das koste zuviel Akku!

Ganz anders ist es bei uns: wenn wir unsere inneren und sinnlichen Antennen immer mehr ausfahren, wird der Akku unserer Seele nicht leerer, sondern immer voller!Und das kostenlos!

Also, den obigen Satz von Carla Ronci habe ich nicht bei der Ausstellungseröffnung gelesen, aber etwas Besonderes ist mir beim Verlassen des Gebäudes passiert. Die Sale di Bramante im Apostolischen Palast in Loreto, wo die Ausstellung stattfand, war so schwer zu finden , wie der Name schon klingt. Sie lagen versteckt in Kellergewölben. Der Aufzug war defekt. Was ich beim Heruntereilen nicht erkennen konnte, aber beim Heraufgehen entdeckte, war dieses Bild, das mir zu dem Zeitpunkt noch unbekannt war.

 

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Dieselbe Frage, die Carla oben gestellt hat.Über den konkreten Inhalt möchte ich gleich etwas mitteilen.

Nach schon schon so viel umwerfenden Ereignissen in Loreto (und in einer Tagestour nach Manoppello) traf ich auf diese Bild des hl. Franziskus ( hinterher ist mir bekannt geworden, dass es ein Filmplakat aus dem Zefirelli-Film „Brother Sun, Sister Moon “ mit der eingehenden Donavan-Melodie ist).

Signore, che cosa vuoi che io faccia?

Mein Herr, was willst Du, das ich jetzt mache?

Dieser Satz ist mir immer wieder in den Kopf und in Italien auch vor die Augen gekommen.Denn das Kleine Plakat hängt in Italien in vielen Kirchen und kirchlichen Einrichtungen.

 

Nach dieser Juni-Fahrt sind wir mit einer großen Gruppe dann nach Rom und Assisi gefahren. In Assisi ist mir zum ersten Mal ein Denkmal auf der großen Wiese vor S. Francesco aufgefallen, und ich habe es bewusst wahrgenommen, obwohl es schon etwas länger da stand.

Es heißt: „Die Rückkehr des Franziskus“ und stammt von dem Künstler Norberto aus Assisi, der kurz vor seinem Tod dieses Werk dem franziskanischen Konvent geschenkt hat.

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Das Bild stellt die Rückkehr des kranken, geschlagenen jungen Soldaten Francesco dar, der schon kurz nach Beginn eines Krieges gegen das benachbarte Perugia nach Hause zurückgekehrt ist. Und vor dem Denkmal steht eine Tafel mit einer Inschrift, die das Ganze in unseren Zusammenhang stellt.

 

Franziskus stellt die Frage , die in dem Filmplakat abgebildet ist.

Signore che vuoi che io faccia?

Mein Herr, was willst Du, das ich jetzt tue?

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Die angegebene Stelle aus der franziskanischen Tradition verweist ihn darauf, dass er nach Hause gehen soll. Dort werde er schon erfahren, was für ihn zu tun sei.

Das Folgende ist bekannt. Er erhält den Auftrag Gottes: “ Gehe und baue mein Haus wieder auf“!Und er beginnt, das zerfallene Kirchlein S. Damiano mit eigenen Händen und dem Geld seines Vaters wiederaufzubauen. Doch dann geht die eigentliche franziskanische Geschichte erst richtig los, nachdem er sich hier bewährt hat.

Auch bei Carla Ronci stand übrigens hinter der oben gestellten Frage ein konkreter Anlass : auf starkes Drängen ihres Vaters hatte sie das Noviziat bei den Ursulinen abbrechen müssen , und sie war zu ihrer Familie, zu ihrer Pfarrei und zur azione cattolica zurückgekehrt und hatte dort die alten Funktionen wiederaufgenommen. Sie war aufder Suche.

Nach einiger Zeit hat sie dann Kontakt zum Säkularinstitut “ Mater Misericordiae“ in Macerata bekommen und ist als geweihte Laiin ( mit den drei Gelübden) in der Bewegung bis zu ihrem frühen Tod glücklich geworden.

 

Tja, und jetzt? Mir ist bei dem „zufälligen“ Lesen des Satzes aus Carla Roncis Tagebuch wieder vieles deutlich gworden, das ich heute als „Fügung“ Gottes kennzeichnen möchte.

Und wenn der eine oder andere sich nach dem Lesen einmal fragt:“Was soll ich eigentlich auf Dauer machen? Ich kann mich doch nicht immer bei Gott nur durchwurschteln wollen.“ Dann gibt es jetzt zumindest schon eine Antwort: Gott ist es mit mir nicht „eh wurscht“!

Also?

„La vita è bella“ und das Fest der hl. Bibiana ( 2.Dezember)

3. Dezember 2012

Heute ist ( noch) der 1. Adventssonntag (2.12.2012), aber auch das Fest der hl. Bibiana.Fast hätte ich es vergessen!

Thomas Merton, ein neuzeitlicher Mystiker, den ich mit vielen anderen sehr schätze, schreibt über die hl. Bibiana, sie stehe am Anfang des Kirchenjahres, habe aber sonst keine große Bedeutung. Sieht man unter google.de nach, so erscheint unter „Bibiana“ als erstes der Vorname der bekannten, guten und flotten deutschen Fußballschiedsrichterin. Auch in google.it liegt die deutsche Schiedsrichterin nach der piemontesischen Stadt Bibiana weit vor der römischen Märtyrerin Bibiana, die im Jahr 367 unter dem römischen Kaiser Julian ( Apostata) an einer Säule zu Tode gepeitscht worden ist.

Also hat der Trappistenpater Thomas Merton doch wohl recht mit seiner Einschätzung. Unterstützt wird er scheinbar durch das kirchlich erlassene Faktum, dass die hl. Bibiana – wie viele andere auch – aus dem offiziellen Heiligenverzeichnis herausgenommen wurde.

Für mich und viele andere auch hat die hl. Bibiana aber durchaus eine Bedeutung. Sie gilt als die Schutzpatronin gegen Kopfweh, Krämpfe, Epilepsie, Fallsucht, Trunksucht und Unfälle.

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die hl. Bibiana von Bernini

 

Viele wissen es: ich wurde vor wenigen Jahren vom relativ beliebten und erfolgreichen Kommmunalpolitiker zum stadtbekannten Alkoholiker. Ich unterzog mich mehrerer Therapien , bis ich schließlich vor gut fünf Jahren mit ärztlicher Hilfe die Trinkerphase beenden konnte. Seitdem lebe ich abstinent – zufrieden und glücklich abstinent – und ich bin Gott dankbar, dass er mir immer wieder Hilfsangebote gemacht hat, bis ich schließlich eines angenommen habe. Anhand vieler Aufzeichnungen meiner Gefühls- und Leidenswelt (auch für meine Familie) konnte ich für mich nachträglich erfahren, wie und wo Gott mir Möglichkeiten eines Ausstiegs eröffnet hatte, die ich dann aber noch nicht angenommen habe – was dann immer wieder zu schmerzlichen Rückfällen führte.

Als sich mein Allgemeinzustand nach Beendigung der aktiven Alkoholphase nach und nach verbesserte, wollte ich und konnte ich einen Kuraufenthalt meiner Frau an der Nordsee dazu nutzen, um zum Antoniusfest dem hl. Antonius in Padua zu danken. Zuvor machte ich aber den Umweg über Loreto. Der Marienwallfahrtsort war mir in meiner heftigen Erkrankungszeit immer positiv in Erinnerung geblieben: die Begeisterung der liebevoll betreuten Kranken bei den Gottesdiensten und der positiv wirkende Gesang vom Kapuzinerpater Corrado, dessen Lieder ich dann zu Hause oder in Krankenhäusern oft auf Kassetten gehört habe (u.a. Madonna Nera und besonders Emmaus).

Ich hatte mich auf verschiedene Weise spirituell auf diese private Pilgerfahrt vorbereitet und traf so in Loreto ein. Bereits bei meinem ersten Rundgang stieß ich auf das Plakat, das auf die Eröffnung einer Ausstellung in Loreto über die „Venerabile Carla Ronci“ hinwies.

 

 

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Die junge fröhliche Frau auf der Vespa – zusammen mit dem schönen Text:

 

„La vita è bella, ma se ami è meravigliosa!“

“ Das Leben ist schön, aber wenn du Liebe in dir trägst, ist es wunderschön“!

 

Und genau das alles passte in meine Grundstimmung!

Keine Angst, keine Lügen, keine Suchtbedrägnisse, keine neuen Sorgen der Familie – das Leben ist schön.

Und das war dann der sofortige Beginn einer besonderen Beziehung zu Carla Ronci.

 

Zurück zur hl. Bibiana: sie wird verehrt in der Kirche, die über ihrer möglichen Hinrichtunsstätte erbaut wurde.Sie liegt unmittelbar an dem Schienennetz, das schon auf dem Gebiet des römischen Hauptbahnhofs Termini liegt: Via Giolitti.

Die heutige kleine Kirche ist der erste Kirchenbau von Gianlorenzo Bernini; in der Kirche gibt es auch eine schöne Figur der hl. Bibiana, ebenfalls von Bernini.

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Wenn Einzelbesucher oder Gruppen in die Kirche kommen, kommen sie vor allem wegen Bernini. Von der möglichen besonderen Bedeutung der hl. Bibiana für einzelne oder auch für Gruppen wissen sie normalerweise nichts.

Bei dem abendlichen Pontifikalamt zur Ehren der hl. Bibiana am Patronatsfest, an dem ich vor drei Jahren teilnehmen konnte, wies der predigende Erzbischof auf die wachsende Bedeutung von Heiligen bei der Bewälitigung von Suchtkrankheiten hin. Aus meiner persönlichen und dankbaren Sicht kann dem nur zustimmen.

 

Und zumSchluss ein Gedanke zu Bibiana und Carla, der mir beim Nachlesen über die hl. Bibiana gekommen ist.

In der Literatur zur hl. Bibiana wird immer wieder darauf hingewiesen, dass neben den näheren Lebensumständen auch der Name nicht sicher sei.

Es gibt für die Heilige sowohl den Namen „Bibiana“ als auch “ Viviana“. ( In Heiligenlegenden wird der Name „Bibiana“ oft mit „die Lebendige“ übersetzt). Die Unklarheiten kommen wohl daher, dass bei bei einer Übersetzung vom Lateinischen ins Griechische aus dem B ein V wird – Bibiana wird zu Viviana. In der anschließenden Namensdeutung werden dann unterschiedliche lateinische Verben zugrunde gelegt. Bei Bibiana ist es das Wort „bibere“ = trinken, bei Viviana ist es das Wort vivere=leben.

So kommt Bibiana zu der harten Ehre, die Patronin der Trinker und der mit dem Hinfallen betroffenen Kranken zu sein.

Für mich war die hl. Bibiana in meiner Trinkerzeit eine Ansprechpartnerin. Seitdem ich ein neues Lebensgefühl ( Leben völlig ohne Alkohol) wieder erfahren darf, ist mir der Name „Viviana“ durchaus willkommen.

Bibiana – Viviana – vivere – vita – la vita è bella – Carla!

Und der Zusammenhang mit Carla wird (für mich) deutlich. Viel mehr als vor drei Jahren.

Schon bei dem ersten Kontakt zu Carla über das Plakat erlebte ich sie als die „Viviana“,die Lebendige, der anderen Seite der „Bibiana“.

Auch durch die jetzt doch schon längere Beschäftigung mit Carla – allein und in unserem „Circolo Carliano“ – ist ein Leben ohne

Alkohol für mich ( bei aller Vorsicht) immer selbständiger und selbstverständlicher geworden:

 

La vita è bella! Das Leben ist schön!

La vita è merivigliosa! Das Leben ist wunderschön!

 

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Das Lächeln – il sorriso

1. Dezember 2012

Die“ Ehrwürdige“ ( La Venerabile) Carla Ronci wird oft schon als „Heilige der Vespa“ und als “ Heilige des Lächelns“ bezeichnet, wobei

die sympathische Vespa nur ein äußeres Erkennungszeichen ist, das ansteckende Lächeln aber von innen kommt – einfach und

unkompliziert.

 

Carl Ronci schreibt einmal:

 

„Il nostro sorriso deve essere splendente, radioso“!

„Unser Lächeln muss strahlend und leuchtend sein“!

 

 

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In der jetzt beginnenden Adventszeit scheint dieser wichtige Grundsatz bei vielen nicht zu gelten. Da steht das Thema Stress und

mangelnde Zeit im Vordergrund. Das wäre doch ein schöner Ansatz für die Adventszeit : manchmal einfach “ aus der Rolle fallen“ –

lächeln!

 

An einem Samstagmorgen im letzten Winter war ich im Kloster Stiepel frühmorgens zur Messe. Danach ging ich zur Bushaltestelle

Richtung Stadtmitte . An der Haltestelle saß nur eine Frau, und ich sagte – wahrscheinlich – freundlich: „guten Morgen“.Sie sah mich

ganz überrascht an , beantwortete den Gruß und erzählte mir dann, dass sie seit einigen Tagen zum ersten Mal wieder ein Lächeln bei

jemandem gesehen habe. Und sie fühle sich jetzt ermutigt, mir von der schweren Erkankung ihres Mannes zu erzählen. Und sie fahre

auch jetzt schon in aller Frühe zum Krankenhaus.

Ich gebe zu , dass es leichter ist zu lächeln, wenn man gerade aus einem Gottesdienst kommt, als dann, wenn man an vollen Kassen

oder im Stau steht. Aber es gelingt zuweilen doch, und einige Menschen bemerken es und reagieren sogar darauf. Wirklich!

Carla Ronci – so wird berichtet – lächelte die Menschen an mit einem Lächeln, das von innen kam und viele Menschen fröhlich und oft

auch glücklich stimmte.