Archive for August 2014

Luthersrtraße in Rom – Via Lutero a Roma

14. August 2014

Gerhard Ucka gibt erfreut eine ergänzende Information zu einer möglich werdenden”Lutherstr. in Rom” ( Via Lutero a Roma)

Er schreibt: “Gestern/( 12. 08. 014) erhielt ich einen Anruf aus dem Büro des Sindaco Ignazio Marinos, in dem sich eine Dame danach erkundigte, ob die Übergabe des Briefes der Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Frau Jutta Fischer,erfolgt sei. Meine Mitteilung, dass dies auf dem Kapitol erfolgt sei, kommentierte sie damit, dass dies der richtige Weg gewesen sei.

Sie stellte aber auch eine Frage , in welchem Zusammenhang dieser Brief der Öberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben zu den im letzten Jahr gestellten Anträgen stünden. Ich antwortete, dass mir und Frau Fischer bekannt sei, dass die Evangelischen Kirchen in Rom um den Kreis der Ev.-Luther Kirche einen Brief an
den Sindaco in Romgerichtet hätten. Diesen Ansatz habe Frau Fischer mit iihrem Brief unterstützen wollen. aber auch einen weiteren Akzent habe se tzen wollen, um den Stellenwert des Sohnes ihrer Stadt in der öffentlichen Darstellung noch einmal besonders zu betonen.
Nachdem sich die offensichtlich sachkundige Sprecherin damit zufrieden gezeigt hat, stellte Gerd Uckad ie Frage, ob für die Stadt Rom das Thema “ Lutherstraße n Rom” als politische Aufgabe erkannt hätte. Darauf erklärte sie spontan und deutlich: “ Ja, das kann man sicher so sagen!”

In dieser positiven Aussage sehe ich einen weiteren positiven Schritt in Hinsicht auf eine”Via Lutero” in Rom.

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Da Gebiet um die Piazza del Popolo ist ein möglicher Standort für die „Via Lutero“ in Rom, da Martin Luther dort bei seinem Rom-Aufenthalt wohnte!

Ein weiterer Schritt zu einer Lutherstr. in Rom ( Via Lutero a Roma)

12. August 2014

Gerhard Ucka übergibt einen Brief aus Eisleben an den römischen Bürgermeister mit der Bitte um Benennung einer Straße in Rom nach Martin Luther (Via Lutero).Das ist der knapp zusammengefasste Inhalt einer Presseerklärung zu einem weiteren Schritt zur Erfüllung dieses Wunsches nach einer Lutherstr. in Rom,

Am 8. August habe ich dem Sindaco ( Bürgermeister) von Rom , Herrn Ignazio Marino, einen Brief der Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben , Frau Jutta Fischer, mit der Bitte einer Benennung einer Straße in Rom nach Martin Luther über das “Protocollo del Sindaco” überreicht.
Diese Übereichung eines persönlichen Briefes der Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben hat folgenden persönlichen und sachlichen Hintergrund:
Schon vor den Ereignissen 1989, die über eine friedlichen Revolution zur Beseitigung des Sozialismus und zur Wiedervereinigung führten, hatte es Bestrebungen zu deutsch-deutschen Städtepartnerschaften gegeben. Eine Beziehung zwischen Herne und Eisleben war im Gespräch. Anfang 1990 begannen konkrete politische Gespräche, an denen auch ich in Herne beteiligt war.
Auch als Romliebhaber war ich vielen bekannt. Bei einem meiner Rom-Besuche im letzten Jahr (z. Z. über 100) habe ich Kontakt zur ev.-luther. Gemeinde aufgenommen, um nach dem Stand einer Benennung einer Straße in Rom nach Martin Luther zu fragen. Mir waren Bemühungen der Protestantischen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften in Rom bekannt geworden, anlässlich des 500. Jahrestages des Romaufenthaltes von Martin Luther ( 1510/ 1511) von der Stadt Rom eine Benennung einer Straße mit seinem Namen belegen zu lassen..Bei den nächsten Auskünften in Rom wurde deutlich, dass die Verhandlungen mit der Stadt Rom bisher nur in den Anfangsschuhen stünden.

Mit dieser Nachricht kam ich im Juli 2013 zum Partnerschaftstreffen von Rom nach Eisleben.

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Diese Nachricht zur Benennung einer Straße nach Martin Luther in Rom, aber auch die weitere Information , dass Frauen des Gustav- Adolf-Werkes aus dem Mansfelder Land einen der beiden Taufsteine für die ev.-luther. Christusgemeinde gestiftet haben, führten bei der Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Frau Jutta Fischer, zu der spontanen und begeisterten Zusage, das Anliegen einer Lutherstr. in Rom kirchlich und politisch zu unterstützen.

Im Verlauf des letzten Jahres wurden mehrere Wage der Kontaktaufnahme versucht, bis schließlich bei dem letzten Partnerschaftstreffen im Juli 2014 von Jutta Fischer und mir ein “Fahrplan” erarbeitet erarbeitet wurde Das Ergebnis liegt vor:

Der bisher vorliegende Brief von Frau Fischer an den “Sindaco” wird ins Italienische übersetzt und durch mich in geeigneter Weise möglichst “bürgermeisternah” der Stadt Rom übereicht. Das ist am 8. August geschehen.

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Wichtig sind die Gesichtspunkte, die sie ihrem “geschätzten Amtskollegen” zum Wunsch einer Benennung einer Straße nach Martin Luther nennt:

1. Eisleben ist der Geburts-und Todesort von Martin Luther. Die Stadt ist stolz auf ihren Sohn Martin Luther!

2. Sie möchte die Initiativen der Christen und Nichtchristen in Rom und Italien sowie in Deutschland nach einer Martin-Luther-Straße in Rom unterstützen.

3. Im Zeiten der Lutherdekade und der Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017 kann und wird eine Benennung einer Straße nach Martin Luther als großes ökumenisches Zeichen gedeutet werden können.

4. Gleichzeitig lädt sie den römischen Bürgermeister in ihre “kleine, aber sehr schöne Lutherstadt Eisleben” ein.

Ich füge hinzu: “Mögliche Einwände seitens der katholischen Kirche sind nicht zu erwarten. Einerseits ist sie formal nicht zuständig( die Stadt Rom ist zuständig); andererseits gibt es inoffizielle Hinweise, dass der Umbenennung einer Straße nach Martin Luther nichts im Wege stehen könnte. Als pensionierter katholischer Religionslehrer und als langjähriges Mitglied in verschiedenen offiziellen kirchlichen Gremien und als begeisterter Rom-Fahrer sehe es auch so!”

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Eine persönliche Bemerkung:

Als ich am Freitag, den 8. August 2014 , an den Dioskuren Castor und Pollux vorbei den Kapitolshügel hinaufging, dachte ich nicht an die beiden Göttersöhne ,auch nicht an das Marc-Aurel-Denkmal und die Göttertrias Juppiert, Juno, Minerva und auch nicht an das berühmte Zitat von Theodor Heuss ,dass das Kapitol neben der Akropolis und Golgota einer der Hügel sei, auf denen Europa gegründet wurde.

Meine Gedanken drehten sich mehr um den ökumenischen Akzent, den ich mit meinem Gang setzte – für mich und für andere.Meine Einstellung zu Martin Luther ist langsam gewachsen. Zum rsten Mal bekam ich eine Ahnung von seiner Bedeutung,als ich mit dem Evangelischen Arbeitskreis der CDU in Herne mit einigen Lutherstätten auch das Augustinerkloster in Erfurt besuchte. Hier hatte Luther als frommer Mönch gelebt und gesucht. Dann haben meine vielfältigen Kontakte zur Lutherstadt Eisleben zu persönlichen Erlebmissen geführt.Mit Peter Pfützner und Familie gab es viele Besuche zu vielen Lutherstätten ( aber auch zum Kloster Helfta). Bei meinem „Vorstoß“ in der Lutherstr. ´in Rom fand ich in der Oberbürgermeisterin Jutta Fischer und ihrer Mitarbeiterin Ute Klopfleisch engagierte Personen, denen die Sache „Via Lutero „in Rom , aber auch die Dokumentation des Wertes der eigenen „Lutherstadt“ wichtig sind.,

Dass ich nicht irgendwo vorgelassen würde, hat mich zum Schluss nicht beunruhigt. All das war mit dem lauten Druck des Eingangsstempels vorbei..Der Diensthabende „Protocollo del Sindaco“ sagte lächelnd (in etwa): „So, jetzt ist es aktenkundig“. Fotografieren durfte ich nicht, aber draußen , bei der geöffneten Pforte, drückte ich schon einigen einmal meinen Fotoapparat in die Hand.

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Darauf zog ich mich nicht etwa erschöpft in eine Bar zurück, sondern begab mich zum ersten Mal in den Palaazzo Cafarelli auf dem Kapito,, den Sitz der

Deutschen Botschaft im Kaiserreich.Die dortige Hauskapelle war die Vorgängerin der ev.-luther. Christusgemeinde in Rom. Damit schloss sich sozusagen der Kreis!

Und von dort holte mich das „normale“ Rom-Leben mit herrlichen Aussichten wieder ein!

 

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Gerhard Ucka